Das Institut: Glossar

Psychodynamik/ psychodynamisch

Aus der Psychoanalyse stammender Begriff, der die Beziehungen einzelner „Seelenkräfte“ bzw. Persönlichkeitsanteile untereinander beschreibt (Möller, H.-J. 2001, S.577, Psychiatrie und Psychotherapie, Stuttgart: Thieme).
Beschreibung

Der „Zusammenhang zwischen einer inneren, lebensgeschichtlich gewachsenen Disposition (unbewusste, vorherrschende Bedürfnisse und Gefühle) und äußeren Ereignissen (z.B. Bewältigung alterstypischer Entwicklungsaufgaben, Verlassen des Elternhauses, Abschluss der Berufsausbildung, Aufnahme oder Beendigung von Partnerbeziehungen, Änderungen des Familiengefüges), welche das bestehende psychische Gleichgewicht labilisieren, wird als Psychodynamik bezeichnet.

Der Begriff meint das nicht bewusste innere Kräftespiel im Hintergrund des bewussten Erlebens und Verhaltens“ (Rudolf, G./ Henningsen,P. Hrsg., 2008, S. 305, 5.Aufl. Psychotherapeutische Medizin und Psychosomatik, Stuttgart, New York: Georg Thieme Verlag). 

Im Kindes- und Jugendalter bedarf es der besonderen Berücksichtigung der noch in der (psychischen) Reifung befindlichen Entwicklung und den bislang vorhandenen Prägungen in der kindlichen Persönlichkeitsbildung.