Das Institut: Glossar

Familientherapie

... ist eine „Form der Psychotherapie, bei der die Familie als Ganzes in die Therapie einbezogen wird“ (Möller, H.-J. 2001, S. 573, Psychiatrie und Psychotherapie, Stuttgart: Thieme).
Beschreibung

Besonders die systemische Familientherapie basiert auf der Vorstellung, dass die Störung oder Krankheit des Betroffenen entscheidend durch konflikthafte innerfamiliäre Beziehungen bedingt, mitbeeinflusst oder aufrechterhalten wird (Möller, H.-J. 2001, S. 508, Psychiatrie und Psychotherapie, Stuttgart: Thieme).

Die Erkrankung eines Familienmitglieds wird als Ausdruck einer Störung des Familiensystems verstanden, während die Familie selbst zunächst nur den Betroffenen als „krank“ erlebt.

Ziel der Familientherapie ist zunächst eine Umdeutung in dem Sinne, dass das Problem des Betroffenen zu einem Problem der gesamten Familie wird. Weiter soll die Veränderung der beeinträchtigten zwischenmenschlichen Beziehungen schließlich zu Umwandlungen im Familienzusammenhang führen, womit letztlich eine Verminderung oder eine Beseitigung der Symptome des Betroffenen angestrebt wird. Der Ort der Behandlung ist die reale familiäre Umgebung (Hoffman, Hochapfel 2004, S. 452 ff., Neurotische Störungen und Psychosomatische Medizin, 7.Aufl., Stuttgart: Schattauer).