IeF-Beratungen

Alle Personen, die im beruflichen Kontakt mit Kindern oder Jugendlichen stehen und mit dem Verdacht oder Hinweisen auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung konfrontiert sind, haben einen Anspruch auf eine Beratung durch eine insoweit erfahrene Fachkraft.

Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung wurde 2007 im § 8a neu in das Sozialgesetzbuch (SGB) eingefügt und mit Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetztes 2012 wurden Beratungsstellen, wie unsere drei Dienststellen, mit der Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen als „insoweit erfahrene Fachkräfte“ (ieF) beteiligt.

Im Vordergrund der ieF-Beratungen stehen die genaue Erfassung der Problemlage und die Beratung im Hinblick auf das weitere Vorgehen. Angestrebt wird die Abwendung der Gefährdung durch mögliche Hilfen für die Betreuungspersonen bzw. die Familien. Dies kann nur so lange verfolgt werden, wie der wirksame Schutz der Heranwachsenden nicht in Frage gestellt wird, sonst erfolgt eine Meldung an das örtliche Jugendamt.

Als Beratungsstelle sind wir verpflichtet, einer angefragten Einschätzung zur Kindeswohlgefährdung mit unmittelbarer Kontaktaufnahme innerhalb der folgenden 24 Stunden nachzugehen, deswegen bitten wir Sie bei der Kontaktaufnahme darauf hinzuweisen, dass es sich um eine ieF-Beratung handelt. Bitte beachten Sie beim Gespräch, dass Sie den Fall anonym schildern.