Appell zur Demonstration und Kundgebung: Psychotherapie verteidigen!

Psychische Gesundheit ist ein zentrales Gut unserer Gesellschaft. Wer heute an Psychotherapie spart, gefährdet morgen das Wohl derjenigen, die auf Schutz und Unterstützung angewiesen sind – besonders Kinder und Jugendliche. Sie brauchen frühzeitige Hilfe, nicht zusätzliche Hürden.

Studien – unter anderem des Zentralinstituts für kassenärztliche Versorgung – zeigen seit Jahren, dass jeder in Psychotherapie investierte Euro langfristig wieder eingespart wird. Frühzeitige Behandlung verhindert teure medizinische Eingriffe, reduziert Krankheitsausfälle und stärkt die gesellschaftliche Teilhabe. Psychotherapie ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Zukunft.

Trotzdem sollen die Honorare nun gekürzt werden. Die Begründung: steigende Kosten. Doch diese Argumentation verschleiert, dass der Anteil der ambulanten Psychotherapie an den Gesamtkosten weiterhin gering ist – und dass der Anstieg vor allem daher rührt, dass wir dem wachsenden Bedarf verantwortungsvoll begegnet sind. Wir haben mehr gearbeitet, mehr angeboten, mehr Lebenszeit investiert.

Soll unser Engagement nun zur Rechtfertigung einer Abwertung unserer Arbeit werden?

Kürzungen an dieser Stelle treffen nicht uns allein. Sie treffen die Menschen, die uns anvertraut sind. Sie treffen Familien, die auf Unterstützung hoffen. Sie treffen Kinder, deren Entwicklung davon abhängt, rechtzeitig Hilfe zu bekommen. Und sie treffen eine Gesellschaft, die sich langfristig selbst schadet, wenn sie psychische Gesundheit zur Sparmasse macht.

Darum gehen wir auf die Straße

Für das Wohl der Schutzbefohlenen. Für eine Versorgung, die Kinder nicht im Stich lässt. Für faire Bedingungen, damit wir weiterhin gute Arbeit leisten können. Für ein Gesundheitssystem, das Prävention ernst nimmt und nicht am falschen Ende spart.

Setz ein Zeichen. Für Menschlichkeit. Für Zukunft. Für psychische Gesundheit.